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Home > Werke > 2007Adventskonzert > Geleitwort Details zum Programm«LAllegro, il Penseroso ed il Moderato» von Georg Friedrich Händel wird für viele Zuhörer eine Entdeckung sein. Ausschnitte aus diesem Abend füllenden Werk bilden den Schwerpunkt des diesjährigen Adventskonzertes des Laudate Chors Zürich. 1631 beschrieb der englische Nationaldichter John Milton in «LAllegro» und «Il Penseroso» die gegensätzlichen menschlichen Temperamente «Frohsinn» und «Schwermut» («Mirth» und «Melancholy»). Ein Jahrhundert später griff Händel die Dichtung begeistert auf. Er war auf der Suche nach neuen musikalischen Formen, weil sein Londoner Publikum der vorherrschenden italienischen Oper überdrüssig geworden war. Sein Librettist Charles Jennens machte ihm den Vorschlag, den beiden Gegensätzen einen dritten, ausgleichenden Teil «Mass halten», «Moderato» hinzuzufügen. Beim Komponisten, der beide Charaktere in sich verspürte, stiess dieser Gedanke ebenfalls auf Gegenliebe. Aus den rund 30 Solostücken, die das Werk umfasst, ist
in unserer Auswahl der Tenor mit dem spritzigen «Allegro», der Sopran
mit dem nachdenklichen «Penseroso» betraut. Als Eröffnung erklingt
die «Ode an das Lachen», den Abschluss bildet das Lob des Masshaltens, Sir John Tavener, einer der bekanntesten Tonschöpfer der Gegenwart im englischen Sprachbereich, hat als religiöser Sucher vor allem geistliche Werke mit Bezug auf die orthodoxe Liturgie geschaffen, darunter auch die «Christmas Choral Collection». In der Ostkirche, welche keine Adventszeit kennt, werden solche Chorals während und nach Weihnachten gesungen. Einen direkten Bezug zu dieser Tradition schafft Tavener mit dem inspirierenden Interpretationshinweis «mit byzantinischem Glanz». Den Rahmen dieses Konzertprogramms bilden Auszüge aus aus Händels «Salomon». Quasi als «Ouverture» spielt das Orchestre Philharmonique Suisse eine Sinfonia aus diesem grossen Oratorium. Drei kraftvolle Chöre beschliessen das Konzert, der letzte mit jenem Text, auf welchen sich der Name des Laudate Chors bezieht: «Praise the Lord» «Laudate Dominum» «Lobet den Herrn». Michael Gohl |
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©opyleft Monday 16. Dec 2002, 12:00, by Daniel Schönenberger <dsbg@laudate.ch>
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