Knut Nystedt
geboren 1915 in Oslo
Knut Nystedt, in Christiana/ Oslo geboren, studierte Komposition bei Bjarne Brustad
und Aaron Copland, Orgel bei Arild Sandvold und Ernest White, sowie Dirigieren
bei Øivin Fjeldstad. Er war Organist an der Torshov Kirche in Oslo (1946-1982)
und Professor für Chorleitung an der Universität von Oslo (1964-1985). Als
Leiter des Chors ‚The Norwegian Soloists’ von 1950-90 machte er Tourneen nicht
nur in den Skandinavischen Ländern, sondern auch durch Deutschland, Frankreich
und dreimal in die USA (zweimal unter dem Management der Colombia Artists in
New York). Einem Besuch in Japan, Korea, Hong Kong und Thailand (1978) folgten
Konzerte in China (1982) und Israel (1984 und 1988).
Als Komponist vertritt Knut Nystedt eine eigenständige Position während einer langen
Periode rasch ändernder musikalischer Strömungen. Mit unfehlbarer künstlerischer
Fertigkeit verfügt er über die bemerkenswerte Fähigkeit, wichtige
Neuentdeckungen für sich anzupassen, ohne modischen Avantgardismen zu
verfallen. Sein persönlicher Stil ist reich an Farben und zugleich sehr
nuanciert. Während die meisten seiner Werke, sowohl orchestral als auch
chorisch, ihre Premieren in Norwegen durch das Oslo Philharmonic Orchestra oder
seinen eigenen Chor erfuhren, gehört er doch zu den wenigen norwegischen
zeitgenössischen Komponisten, deren Werke weltweit aufgeführt werden. Sie haben
ihm nationale und internationale Ehrungen eingebracht.
1966 schlug ihn der norwegische König in Anerkennung seines Beitrags zur norwegischen Musik zum
Ritter des St. Olavs Orden. 1975 verlieh ihm das Augsburg College in
Minneapolis die ‚Distinguished Service Citation’ für seinen innovativen
Einfluss auf Chorkompositionen in den Vereinigten Staaten. 1980 gewann er den
Musikpreis des ‚Norwegian Arts Council’. Und 1984 wählte die Gesellschaft der
norwegischen Komponisten sein Chorwerk ‚De Profundis’ zum "Best work of
the year" in allen Kategorien. 1991 erhielt er eine Ehrenprofessur der
Mendoza University Argentinien.
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