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Deklariertes
Ziel des Laudate Chores unter der Leitung von Frau Sieber war es, das
Wort
Gottes mittels guter Musik zu verkünden, zum Lob und Preis des
Schöpfers zu
singen und miteinander das Gebet zu pflegen. Das Repertoire bestand in
dieser
Zeit vorwiegend aus klassischer geistlicher Musik. Später
erweiterte der Chor sein Repertoire mit Motetten und grösseren
Chorwerken der
Romantik, es kamen aber auch aktuelle Lieder und Gospelsongs hinzu. Der
Wille
wuchs, auch anspruchsvollere Musik zu machen und ein schwierigeres
Repertoire
anzugehen. Der Chor entwickelte sich in dieser Zeit vom Singkreis zu
einem
Kammerchor von 40 bis 50 Leuten und gab regelmässig 2 bis 3
Konzerte pro Jahr.
Beim Einstudieren und Aufführen von klassischer Kirchenmusik
für Chor,
Vokalsolisten und Orchester wurde jeweils der Kantor der ref. Kirche
Altstetten, Robert Appert, als Dirigent verpflichtet. Anfangs
der achtziger Jahre wurden hauptsächlich geistliche Chorwerke der
Romantik mit
grossem Orchester aufgeführt. Zusätzlich organisierte der
Laudate Chor jeweils
im Sommer ein Serenadenkonzert vor der Kirche Altstetten zusammen mit
Instrumentalgruppen (z.B.Streichquartetten), auch unter Einbezug von
Amateurmusikern aus dem Publikum. Diese Art von
Freilichtaufführungen fand
grossen Gefallen. Im
Jahr 1987 engagierte Sonja Sieber zum ersten Mal Unterstützt
von der reformierten Kirchgemeinde Zürich-Altstetten, setzte der
Laudate Chor
seine Konzert- und Auftrittstradition fort. Mit der Einladung des
Tallinner
Kammerchores 1989 pflegte der Laudate Chor menschliche und musikalische
Kontakte über die Landesgrenzen hinaus. 1991 musizierte er
zusammen mit dem
British Chamber Choir 1991 Werke von William Byrd und die
schweizerische
Erstaufführung des Dona Nobis Pacem von Ralph Vaughan Williams,
und 1992 lud er
das junge Chamber Orchestra der Royal Academy London zur Begleitung ein. Zur
Entwicklung des besonderen Laudate Chor-Klanges trug seit 1992
wesentlich
Annelise Ritzmann, Sängerin und Pianistin, als Stimmbildnerin und
Korrepetitorin bei. Während schon damals viele Sängerinnen
und Sänger privat
Stimmbildung genossen, liessen sich durch Annelise Ritzmann auch die
restlichen
Chormitglieder davon überzeugen, wie bereichernd und hilfreich es
ist, das
eigene Instrument regelmässig zu pflegen und zu entwickeln. Mit
ihrer Mitarbeit
einigte sich der Chor auf die Verpflichtung aller Mitwirkenden, an der
Pflege
der eigenen Stimme auch neben den Chorproben zu arbeiten. Parallel zu
den
Chorproben wird seit dann auch regelmässig Stimmbildung in
Kleingruppen angeboten.
Diese Aufgabe übernahmen die Sopranistin Sarah Maeder und der
Bariton Das
sich immer mehr Chormitglieder als MusiklehrerInnen oder nebenberuflich
zu
ChorleiterInnen ausbilden liessen, trug ebenfalls zur
Qualitätssteigerung bei.
Diese AssistentInnen unterstützen den Chorleiter durch Leitung der
Registerproben. Mit der Qualität stiegen aber auch die
künstlerischen
Ansprüche. Neue
Ideen tauchten auf: Musik nicht nur zu „musizieren“,
sondern zur Vertiefung des
Inhaltes und Intensivierung des Ausdruckes auch szenisch darzustellen.
Ein
erster Versuch mit einer halbszenischen Aufführung von
Händels „Solomon“ unter
der Regie von Andreas Zihler weckte die Neugier auf weitere Projekte.
Mit
Jeannot Hunziker konnte ein idealer Regisseur gewonnen werden. Die mit
ihm
inszeniert und auswendig aufgeführten Oratorien „Die
Jahreszeiten“ von Haydn
und „Johannes-Passion“ von Bach erreichten ungeahnte
Intensität sowohl bei den
Zuhörenden als auch bei den Aufführenden und vertieften die
Gemeinschaft im
Chor nachhaltig. Die
Kooperation mit dem Berner Gabrieli-Chor und seinem Dirigenten Hans
Gafner
setzte neue Akzente. Ein grosses mehrchöriges Projekt, das Werke
von der
Renaissance bis zur Avantgarde des 20. Jahrhunderts umfasste, zog viel
Publikum
an. Sämtliche Soloeinlagen konnten mit eigenen Kräften
ausgeführt werden. Im
Jahr 2004 wurde gemeisam die Marienvesper von Claudio Monteverdi
einstudiert
und im Berner Münster und Zürcher Grossmünster mit
grossem Erfolg aufgeführt.
Für beide Projekte erwies sich die auf historischen Instrumenten
musizierende
Freitagsakademie als idealer Klangpartner. Mit
Haydns Schöpfung im Dezember 2003 führten wir unsere
Tradition von szenischen
Aufführungen weiter. Im Juni 2004 wurde das Stabat Mater für
Chor und Cello
(Solo) des zeitgenössischen norwegischen Komponisten Knut Nystedt
zusammen mit
dem deutschen Meistercellisten Julius Berger aufgeführt. Die
virtuose Missa Dei Patris von Jan Dismas Zelenka, eines wenig bekannten
Zeitgenossen von J.S. Bach, erklang zusammen mit dem Ensemble 415 im
Dezember
2005 und wurde von den Musikkritikern der NZZ und des Tages-Anzeiger
positiv
kommentiert. Doch
alle diese Grossanlässe verlangen neben individuellem Einsatz von
Körper und
Stimme unendlich viel Arbeit – organisatorische und logistische
– die in aller
Stille „hinter den Kulissen“ geleistet wird. Sie werden
ermöglicht durch das
grossartige idealistische Engagement vieler Chormitglieder sowie das
umsichtige
und tatkräftige Wirken von Vorstand und Chorpräsident Peter
Daniels (seit
1991). Eine Aufstellung aller Werke des Chores finden Sie unter "Die Werke" rechts in der Navigation. Besondere
Anliegen des Laudate Chores sind:
Zürich-Altstetten, August 2006 Der Vorstand |
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©opyleft Monday 16. Dec 2002, 12:00, by Daniel Schönenberger <dsbg@laudate.ch>
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